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Was ist Biofeedback?

VidiVoice Grundwissen

"Mit dem Begriff Biofeedback (...) wird eine Methode bezeichnet, bei der Veränderungen von Zustandsgrößen biologischer Vorgänge, die der unmittelbaren Sinneswahrnehmung nicht zugänglich sind, mit technischen (oft elektronischen) Hilfsmitteln beobachtbar, d. h. dem eigenen Bewusstsein zugänglich gemacht werden. Biofeedback weist eine inhaltliche Nähe zu verhaltenstherapeutischen und lerntheoretischen Ansätzen auf. Die Einsatzmöglichkeiten der Behandlungstechnik sind vielfältig. Über kurative Ansätze hinaus findet Biofeedback auch Anwendung im Bereich des peak-performance-trainings und des Coachings." (http://de.wikipedia.org/wiki/Biofeedback)

Das Ziel ist...
...unbewusst ablaufende Körperfunktionen (z.B. Muskelaktivitäten) mit Geräten zu messen und diese zu visualisieren (oder zu akustisieren)

Erwartet werden darf, dass...
...durch die Rückmeldung (= feedback) physiologische Funktionen der Wahrnehmung zugänglich gemacht und unter willentliche Kontrolle gebracht werden (vgl. http://www.kinesiologen.de/therapie_biofeedback.htm).

"Wissenschaftliche Studien belegen, dass visuelles Feedback (…) die Optimierung des Zusammenspiels der sensorischen und motorischen Fähigkeiten positiv beeinflusst.” (Zeitschrift Bewegungstherapie und Gesundheitssport; 24. JG, Dez. 2008; S. 241)

Biofeedbackstrategien (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

Passives Feedback

Das passive B. übt seine Wirkung durch die afferenten Bahnen (von der Peripherie ins Zentralnervensystem) der N. opticus und/oder N.accusticus (ausgedehntes, diffuses Neuronennetzwerk im Hirnstamm, das von der Medulla oblongata (verlängertes Mark) bis zum Mittelhirn (Mesencephalon) aus, die weiterhin durch die tectoreticularen Bahnen auf die Formatio reticularis einwirkt, welches in dem basalen Teil (basal = Grund) die Regulationszentren der Atmung, Herzfrequenz und Gefäße beinhaltet.

Aktives Feedback
Beim aktivem B. werden kognitive Leistungen hinzugezogen. Die technisch gemessenen Signale der vegetativen Funktionen (Biofeedback Gerät) gelangen zunächst in das Frontalhirn. Von hier aus wird ein Einfluss auf den Hypothalamus ausgeübt, der das vegetative Nervensystem kontrolliert. Nucl. supraopticus, paraventricularis beeinflussen den parasympatischen, die Nucl. dorsomedialis, ventromedialis und posterior das sympatische Nervensystem.[ii] ventromedialis und posterior den sympatischen Nervensystem.[iii]

Das Muskelbiofeedback (EMG) bestimmt das Aktivitätsniveau einzelner Muskelgruppen. Für die Physiotherapie ist die Bestimmung der Muskelaktivität von großer Bedeutung, da die motorische Aktivität als Indikator für das allgemeine Erregungsniveau herangezogen werden kann. Mittels optischer und akustischer Feedbacksignale kann hier erlernt werden, bestimmte motorische Einheiten zu aktivieren oder passiv im Sinne einer Entspannung zu beeinflussen. In der Rehabilitation wird das EMG Biofeedback zur Reaktivierung lädierter Muskelgruppen eingesetzt.

Das Respiratorische Biofeedback misst den Atemrhythmus. Es folgt dann eine elektronische Aufarbeitung des Signals. Die Ein- und Ausatmung wird in Form eines an- und abschwellenden Tones sowie eines Lichtsignals wahrnehmbar gemacht. Dabei werden die Atemfrequenz und auch andere vegetative Funktionen positiv beeinflusst.

Mit dem Gehirnwellen (EEG) Biofeedback werden durch Elektroden auf der Schädeloberfläche die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen. Das Spektrum des EEG Signals wird auf einem Bildschirm dargestellt. Der Benutzer kann durch Training die Mittenfrequenz des EEG als Therapieziel senken.

Das Augen- (EOG) Biofeedback ist die neueste Entwicklung. Bei diesem Verfahren werden die Augenbewegungen elektrisch gemessen und damit akustische Klangmuster erzeugt. Der Benutzer hört die in Klänge umgesetzten Bewegungen der Augen. Durch die direkte Verbindung der Augen mit dem ZNS ist das Feedbacksignal des EOG-Biofeedback besonders differenziert.

Biofeedback Anwendungsmöglichkeiten

  • Heilung von Erkrankungen
  • Prävention

  • Leistungssteigerung


Für die Stimme gilt, dass Biofeedback als präventive Maßnahme das Auftreten möglicher Krankheitsbilder verhindert.
Ebenso kann es für die Leistungssteigerung der Stimme einen großen Beitrag leisten.


Arten von Biofeedback (kein Anspruch auf Vollständigkeit)
blau: Einsatz von VidiVoice-Biofeedback

  • Hautleitfähigkeit 
  • EOG (Augenbewegungen)

  • EMG (Elektromyographie)

  • EEG

  • Hauttemperatur

  • Pulsfrequenz

  • Pulsamplitude

  • neu Visualisierung einzelner Stimmparameter

  • neu Bauch- und Brustamtung


Indikationen bei folgenden Krankheitsbilder (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

neurovaskuläre, neuromuskuläre und neurologisch-psychiatrische Erkrankungen wie:

  • Hypertonie

  • vasculare Cephalgie

  • orthostatische Dysregulation

  • Migräne

  • Tinnitus

  • posttraumatische Kopfschmerzen

  • Nachbehandlung von Apoplex und Rückenmarkverletzungen

  • Fibromyalgia

  • Verspannungen

  • Ischialgie

  • chronische Schmerzen aller Art

  • Inkontinenz

  • anorektale Dysfunktionen

  • Obstipation

  • aber auch zur Ataxiebehandlung bei Morbus Parkinson, Depression und vieles mehr

Indikationen für den Einsatz von VidiVoice-Biofeedback bei folgenden stimmlichen Krankheitsbildern

  • paradoxe Atembewegungen

  • Hochatmung

  • unökonomischer Stimmgebrauch

  • hypofunktionelle, hyperfunktionelle und berufliche begründete Dysphonien

  • bestimmte sekundäre Stimmerkrankungen (z.B. weiche Stimmlippenknötchen)

  • Phonastenie

  • Unterstützung des Genesungsprozesses nach chirurgischen Eingriffen zur Behebung aufgetretener sekundärer Stimmerkrankungen

 
 
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